Verleihung des Otto-Borst-Preises für Stadterneuerung 2026

Auf der internationalen Städtetagung Mitte Juni 2026 in Trier verlieh das Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte e.V. zum 11. Mal den Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung. Die Transformation der ehemaligen Brauerei Schels in das DAV-Kletterzentrum in Tirschenreuth wurde mit einer Anerkennung in der Kategorie „Besonderer Ort“ ausgezeichnet. Ein zentrales Kriterium war der erkennbare städtebauliche Zusammenhang, der dem Leitbild der klassischen europäischen Stadt entspricht, nämlich die behutsame Entwicklung historisch prägender Stadtsubstanz, die stadt- und nutzungsgerechte bauliche Sanierung und Weiterentwicklung und der Erhalt sowie die zeitgemäße Fortschreibung der Stadtpersönlichkeit.

Die Umwandlung des historischen Brauturms in ein Kletterzentrum belebt gezielt einen innerstädtischen Leerstand. Zwischen Maximilianplatz und Fischhofpark entstand ein neuer, lebendiger Stadtbaustein – integriert in das Stadtentwicklungskonzept, das Tirschenreuth seit Jahrzehnten verfolgt. Im Mittelpunkt standen die architektonische und funktionale Weiterentwicklung eines historischen Industriebaus in ein modernes Kletterzentrum sowie der bewusste, nachhaltige Umgang mit grauer Energie.

Der Erhalt der städtischen Identität und die Schaffung eines lebendigen Stadtbausteins kommen sowohl Kletternden als auch der Gesellschaft zugute. Hans-Peter Schärl, Erster Bürgermeister der Stadt Tirschenreuth, nahm die Auszeichnung in Trier entgegen – gemeinsam mit Torsten Will, Partner bei Brückner & Brückner Architekten sowie Stephan Gräbner, Projektleiter bei Brückner & Brückner Architekten. Foto: Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte e.V.
BU: Matthias Klopfer, Erster Vorsitzender des Forums Stad, Torsten Will, Partner Brückner & Brückner Architekten, Hans-Peter Schärl, Erster Bürgermeister Tirschenreuth, Stephan Gräbner, Projektleiter Brückner & Brückner Architekten und Julius Mihm, Zweiter Vorsitzender des Forums Stadt bei der Preisverleihung (v.l.)