Das MuseumsQuartier wirft am Internationalen Museumstag ein Schlaglicht auf die Herbstausstellung „Egerland - Heimat im Herzen – Ausdrucksformen der Erinnerungskultur“.
Am 17. Mai 2026 um 14.00 Uhr informiert Georg Balling in einem anregenden Vortrag, wie der bekannte Musiker und Komponist Adolf Huska (1889 – 1962) seiner Liebe zur Heimat in der Musik Ausdruck verlieh.
Zeit seines Lebens war Adolf Huska der Musik verfallen. Bereits als junger Mann erlernte er die ersten Instrumente, konnte selbst während des Ersten Weltkriegs als Regimentsmusiker aktiv bleiben und wurde schließlich Musiklehrer in Plan. Als begnadeter Musiker spielte er nicht nur etliche Instrumente, sondern komponierte auch Volks- und Kirchenlieder. Seine musikalische Liebe galt jedoch dem Dudelsack. Auch als „Böhmischer Bock“ bezeichnet, fand die traditionelle Sackpfeife rege Verwendung in der Egerländer Volksmusik. Schließlich musste Huska 1945 aus Plan fliehen und fand seine neue Bleibe in Weiden. Dort ließ er sich nieder und leitete die Weidener Stadtkapelle. Mit seiner „Egerländer Dudelsackkapelle Weiden“ hat er dafür gesorgt, dass sowohl das Egerländer Liedgut als auch der Egerländer Dudelsack im Herzen der Vertriebenen in Erinnerung blieb.
Georg Balling ist ein ausgewiesener Experte in Sachen Egerländer Dudelsackmusik und hat sich intensiv für deren Wiederbelebung eingesetzt. In seinem Vortrag vermittelt er viel Wissenswertes zum Instrument, zur Zeitgeschichte und Adolf Huska als Kapellmeister, Musiker und Komponist.
Wer sich den Böhmischen Bock genauer ansehen möchte, hat dazu im MuseumsQuartier in der Fachabteilung Plan-Weseritz Gelegenheit.
Foto: Stadt Tirschenreuth / Birgit Plößner
BU: Egerländer Dudelsack im MuseumsQuartier Tirschenreuth
