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Metropolregion Nürnberg zeigt Flagge für Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Bei der 36. Ratssitzung der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) stellten 44 Kommunalpolitikerinnen und -politiker vergangene Woche im Historischen Rathaus von Nürnberg die Weichen für die künftige Arbeit der Metropolregion. Anwesend war auch Tirschenreuths Erster Bürgermeister und Stv. EMN-Vorsitzender Franz Stahl. Die Roadmap für die kommende Dekade wird durch die Strategie 2030 festgelegt, die bereits in der letzten Ratssitzung im November 2019 beschlossen wurde und nun umgesetzt wird. Sie beinhaltet unter anderem fünf Handlungsfelder, die Leitplanken für die inhaltliche Projektarbeit sind. Anhand dieser bewilligte die Ratssitzung die Projekte 2021. 

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass für große Zukunftsthemen regionale Lösungen nötig sind und die Bedeutung der Region als Gegengewicht zur Globalisierung zunimmt.  

Ein Handlungsfeld ist die Kulturentwicklung der Region. Hier setzt unter anderem das Großprojekt der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 der Stadt Nürnberg an. Gastgeber Oberbürgermeister Marcus König betonte im Rat, dass die Bewerbung von Anfang an als regionales Projekt angelegt ist: „Hier kann die Metropolregion als ein Europa im Kleinen glänzen. Denn am Ende werden wir gemeinsam vom gesteigerten Interesse an unserer Kultur-Region profitieren“. Umso erfreulicher, dass sich 40 Gebietskörperschaften aus der Metropolregion Nürnberg bereits in der ersten Runde der Bewerbung angeschlossen haben - unter anderem auch die Kreisstadt Tirschenreuth - und mehr als 100 regionale Akteure in sechs Arbeitsgruppen an regionalen Projekten für das finale Bewerbungsbuch gefeilt haben.

Gesamte Region profitiert
Bis 31. Juli haben alle Gebietskörperschaften, egal ob Bezirk, Landkreis, Stadt oder Gemeinde, nun Gelegenheit ihre Teilnahme durch die Abgabe einer zweiten Absichtserklärung zu bekräftigen. Sie drückt das Interesse aus, sich im Fall des Titelzuschlags am Kulturhauptstadt-Programm zu beteiligen. Zugleich gibt sie das finanzielle Volumen der vor Ort stattfindenden Kunst- und Kulturprojekte an. 18 Gebietskörperschaften haben ihre Beteiligung bereits bestätigt, weitere haben das Thema noch auf der Agenda bei anstehenden Stadt- und Kreistagssitzungen. Marcus König betonte gegenüber seinen Amtskollegen vor allem den Nutzen der Bewerbung für die Gesamtregion – sei es im Hinblick auf internationale Berichterstattung, Zunahme des Kulturtourismus oder Einnahmen, die in die regionale Wirtschaft zurückfließen.

Foto: Giulia Lannicelli
BU: Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (2. Reihe., 3.v.r.), Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl (1. Reihe, 3.v.l.) und zahlreiche weitere Politiker zeigen Flagge bei der gemeinsamen Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025.