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Einweihung des Zentralen Omnibusbahnhofs in Tirschenreuth

Nach knapp sechs Monaten Bauzeit konnten pünktlich zum Schulbeginn die Arbeiten abgeschlossen und der Busverkehr aufgenommen werden. Auf die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verwies Bürgermeister Franz Stahl gleich zu Beginn seiner Ansprache. „Nachdem sich die Bahn zum größten Teil aus der Region zurück gezogen hat“, so Stahl, „spielt vor allem der Busverkehr die bedeutendste und wichtigste Rolle in unserer Region“.

Tirschenreuth sei in der glücklichen Lage, mit dem Tursolino auf ein erfolgreiches Stadtbussystem verweisen zu können. Allerdings seien einige Faktoren Voraussetzung für die Effektivität , allen voran eine übersichtliche Linienführung. Die Funktionalität einer attraktiven Bushaltestelle sorge zusätzlich für einen gewissen Service für die Buskunden. Doch auch der städtebauliche Aspekt wurde beim ZOB nicht außer Acht gelassen. Dafür hätte das Architektenbüro apg 90 mit der Umsetzung seiner Pläne gesorgt.

Nachdem die Bedeutung des inner- und außerstädtischen Busverkehrs in letzter Zeit wieder zugenommen hat, wurde für das freizügige Umsteigen zwischen allen Linien eine zentrale Haltestelle unumgänglich. In Anbetracht der vielen Fahrgäste, die sich künftig wohl täglich beim ZOB treffen würden, fand Stahl eine Reihe an Namensbezeichnungen, etwa Treffpunkthaltestelle, Zentralhaltestelle oder, von ihm favorisiert, die charmante Rendezvous-Haltestelle.

Mit dem Bau des in zentrumsnaher Lage angesiedelten ZOB wurde die Gefahrensituation am Marktplatz deutlich entschärft, erinnerte er an die Vergangenheit. Gerade für die Fahrschüler/innen, die nach dem Verlassen der Busse „zu Hunderten über die Fahrbahnen schwärmten“ sei nun ein gutes Stück Sicherheit gewachsen. Glücklicherweise war in all den Jahren kein größerer Unfall passiert.

Landrat Wolfgang Lippert sah im Zentralen Omnibusbahnhof nur Vorteile. Abgesehen von der Sicherheit der Fahrgäste, sei die Innenstadt nun auch befreit von Lärm, Abgasen und damit verbunden, Schmutzpartikeln. Für die Bedürfnisse der Fahrgäste sei ausreichend gesorgt. Neben der Toilettenanlage gebe es Schutz vor Regen und Wind.  Der öffentliche Personennahverkehr, im Landkreis vertreten durch die Verkehrsgemeinschaft (VGT), würde für Bewegung sorgen. Peter Zimmert und sein Team stehe im Landratsamt für Fragen rund um den Busverkehr zur Verfügung.

Nach den Ansprachen der Ehrengäste, die sich über die moderne und ansprechende Optik der Anlage sehr freuten, wurde der Busbahnhof mit dem Zerschneiden eines Bandes offiziell eröffnet. Mit einem kleinen Imbiss fand die Feierstunde ihren gebührenden Abschluss, bevor schon die ersten Gäste zum Familientag eintrafen.

Nachdem sich das Wetter merklich erwärmt hatte, fanden viele Familien den Weg zum neuen ZOB. In den drei Hüpfburgen tummelte sich eine Menge Kinder vieler Altersgruppen. Gegenüber beim Zauberer wuchs mit jeder Minute die Spannung. Die Kinder und auch die Eltern wurden zwischendurch mit Späßchen unterhalten, damit das Geschehen nicht zu aufregend wurde. Und beim Acht-Meter-Kletterturm merkten manche eifrigen Kletterer erst in der Mitte des Turmes, wie hoch das Klettergerät eigentlich war.

Lehrreiche Erste-Hilfe-Maßnahmen zeigte das Bayerische Rote Kreuz. Viele Zuschauer machten hier Halt und frischten einen Teil ihrer Kenntnisse auf. Beim Stand des Landkreises wurde neben Informationen auch ein Preisausschreiben mit schönen Gewinnen angeboten. Nebenan bei der Feuerwehr durfte das Innenleben des Löschfahrzeuges besichtigt werden und der Nachwuchs konnte die Treffsicherheit mit der Wasserspritze testen. Die Verkehrswacht hatte einen großen Parcour aufgebaut, bei dem nicht nur die Kinder ihre Geschicklichkeit im Fahrradfahren unter Beweis stellen durften. Am Abend wurden dann andere Seiten aufgezogen. Die Kasplattnrocker legten gleich mit temperamentvollen Rhythmen los und begeisterten ihr Publikum mit einem umfangreichen Repertoire.

Bildunterschrift - von links: Thomas Gleißner (Architekturbüro apg90), MdB Albert Rupprecht, Bürgermeister Franz Stahl, Landrat Wolfgang Lippert und Alfred Meller von der RBO.