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Stadtplan von Tirschenreuth
Stadtplan Tirschenreuth vom Städte Verlag
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Schmeller - Denkmal

Der am 6. August 1785 als Sohn eines armen Korbflechters geborene Sprachforscher gilt als der berühmteste Sohn der Stadt, wenngleich er nur die beiden ersten Lebensjahre hier verbrachte. Bereits im Jahr 1787 verließ die Familie Schmeller Tirschenreuth und ließ sich in der Nähe von Pfaffenhofen an der Ilm nieder.

Die Schul- und Studienzeit führte den jungen Schmeller zunächst ins Kloster Scheyern und nach Ingolstadt. Später kam er nach München, wo er erstmals mit der Gedankenwelt der Aufklärung und den Ideen des Schweizer Lehrers Pestalozzi konfrontiert wurde. Pestalozzi's Ideen bestärkten in ihm den Entschluss, eine pädagogische Laufbahn einzuschlagen und führten ihn 1804 in der Hoffnung auf eine Anstellung an Pestalozzis Schule in die Schweiz. Seine Erwartungen wurden jedoch enttäuscht, so daß er sich vom Militär anwerben ließ.

Nach Beendigung der Dienstzeit reiste Schmeller erneut in die Schweiz und arbeitete mehrere Jahre als Erzieher an einer Baseler Privatschule. 1813 rief ihn die Vaterlandspflicht nach Bayern zurück, wo er sich als Freiwilliger zum Feldzug gegen Napoleon meldete. Nach der Rückkehr aus Frankreich und dem Ausscheiden aus dem Militärdienst erteilte die Akademie München dem jungen Gelehrten den Auftrag, eine sprachwissenschaftliche Abhandlung über die bayerischen Mundarten zu verfassen. In der Folge entstand neben vielen anderen Arbeiten sein Hauptwerk, das "Bayerische Wörterbuch", welches er 1837 vollendete. 1828 wurde Schmeller zum Universitätsprofessor ernannt, ein Jahr später zum Leiter der Handschriftensammlung der Bayerischen Hof- und Staatsbibliothek. Johann Andreas Schmeller starb am 27. Juli 1852 in München an der Cholera. Seine Geburtsstadt errichtete ihm zu Ehren 1891 ein Denkmal am oberen Marktplatz. An seinem Geburtshaus, in der nach ihm benannten Straße, erinnert eine Gedenktafel an den berühmten Mundartforscher.

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